Die Arbeit untersucht die gesellschaftliche Stigmatisierung und historische Pathologisierung weiblicher Wut und macht zugleich ihr emanzipatorisches Potenzial sichtbar. Ihre Tabuisierung und Abwertung ist kein individuelles Phänomen, sondern Ausdruck patriarchaler Machtstrukturen. Dabei wird die Vielschichtigkeit von Wut verkannt: Sie verweist auf Ungleichheiten, ermöglicht Selbstermächtigung und kann gesellschaftliche Veränderung anstoßen. Methodisch kombiniert die Arbeit feministische Theorie mit einer Analyse visueller Ausdrucksformen in künstlerischen Kontexten und öffentlichen Diskursen. Die gestalterische Haltung manifestiert sich in bewussten Regelbrüchen und produktiven Spannungen, die das Thema formal wie inhaltlich erfahrbar machen.