Das Projekt untersucht die Lebensrealität in Duisburg-Marxloh unter den Bedingungen anhaltender gesellschaftlicher Stigmatisierung: als Brennpunkt, No-Go-Area oder „Failed City“. In alphabetisch geordneten Schlagwörtern – von Armut und Asozialität bis Zusammenhalt und Zwangsräumungen – verknüpft das Buch Fakten, persönliche Stimmen und historische Kontexte zu einem vielschichtigen Porträt. Es zeigt die Realität von Armut, Leerstand und Rassismus, macht zugleich aber auch Nachbarschaft, Humor, migrantische Ökonomien und Formen des Widerstands sichtbar. Die Arbeit lädt dazu ein, Marxloh nicht als Projektionsfläche, sondern als realen Ort mit konkreten Lebensrealitäten wahrzunehmen.