Die Arbeit umfasst eine Zweikanal-Videoinstallation und ein begleitendes Buch. Ausgangspunkt sind historische Tanznotationen und die Frage nach ihrer heutigen Lesbarkeit. In der Videoarbeit setzen sich Tänzer*innen mit diesen Notationen auseinander: Sie dienen als Grundlage eines zeitlich begrenzten Probenprozesses, in dem sie gelesen, interpretiert und in Bewegung übersetzt werden. Die choreografischen Sequenzen rücken die Bewegung ins Zentrum und machen die Unschärfen zwischen Rekonstruktion und Improvisation sichtbar. Das begleitende Buch untersucht die Schnittstellen von Choreografie und Gestaltung und richtet den Fokus auf die räumlichen und materiellen Dimensionen von Notation, Bewegung und Schrift.