Das Projekt kontrastiert analoge und digitale Posteingänge und reflektiert den Briefkasten sowohl als materielles Objekt als auch als metaphorische Figur. Die Buchstruktur verweist auf eine Stalking-Erfahrung, ohne sie explizit zu thematisieren. Gefühle wie Angst, Erwartung, Hoffnung und Einsamkeit verdichten sich in den Beiträgen. Zwei Schriftarten repräsentieren analoge und digitale Kommunikationsräume; die physischen Dimensionen des Briefkastens treten in Dialog mit der Ästhetik digitaler Interfaces. Essays, Artikel und Bildmaterial des Online-Archivs der „Museumsstiftung Post und Telekommunikation“ beleuchten soziale, private und mediale Facetten des Briefkastens. Neben der Funktion als Speicher- und Übergabeinstanz rücken Botschaft, Vermittlung, mediale Form und Materialität in den Fokus.