Inwiefern beeinflussen Geschlecht* und gesellschaftliche Verzerrungen die Wahrnehmung, Diagnostik und das Selbstbild von Menschen mit ADHS? Das Projekt nähert sich diesen Fragen gestalterisch-forschend. Auf Grundlage medizinisch-psychologischer Erkenntnisse, gendermedizinischer Perspektiven und einer Onlinebefragung entwickelt das Projekt drei gestalterische Interventionsfelder: Aufklärung, Sichtbarkeit und Empathie. In Form eines Buches, eines Kartensets und einer Videoinstallation werden theoretisches Wissen und subjektive Erfahrungsberichte in kommunikative Medien übersetzt und zugänglich gemacht. Die Arbeit lädt dazu ein, ADHS jenseits normativer, stereotyp geprägter Bilder wahrzunehmen, zu verstehen und differenziert zu betrachten.