Ausgangspunkt der Arbeit ist eine gefundene Sammlung anonymer Schwarz-Weiß-Fotografien. Die Publikation dokumentiert einen fortlaufenden Prozess des Annäherns, Ordnens und Zerschneidens. Durch gezielte Eingriffe werden die Bilder geöffnet, geteilt, neu kombiniert und fragmentiert. In fünf Sequenzen wird dieser Transformationsprozess sichtbar, während sich Form und Bedeutung kontinuierlich verschieben. Schrittweise lösen sich die Fotografien aus ihrem ursprünglichen Kontext und verlieren ihren dokumentarischen Anspruch. Zurück bleiben Fragmente, die als autonome Bildformen neue Perspektiven und Bedeutungsräume eröffnen. Ein beiliegendes Faltblatt zeigt die ursprüngliche Sammlung in ihrer vollständigen Gestalt.