Die gesellschaftliche Unsichtbarkeit lesbischer Frauen in der zweiten Lebenshälfte ist eng mit einem heteronormativen Blick und der Entsexualisierung älterer Frauen verknüpft. Das Projekt untersucht, wie diese Lebensrealitäten fotografisch sichtbar gemacht werden können, ohne auf eindeutige Codes, stereotype Reproduktionen oder Beweislogiken zurückzugreifen. Porträts, Interviews und private Archivfotografien werden im Fotobuch miteinander verwoben und durch persönliche Gegenstände auf einem begleitenden Ausstellungstisch ergänzt. Titel und Vorwort rahmen die Arbeit in einem Kontext, der es ermöglicht, auch historische Fotografien in der Gegenwart als lesbisch lesbar zu machen.