Viele kennen es: ein edles Porzellanservice, über Generationen weitergegeben und mit Bedeutung aufgeladen. Die Arbeit greift Fragmente traditioneller Services auf, kombiniert sie neu und überführt sie in andere Bedeutungszusammenhänge. Statt in Vergessenheit zu geraten, kehren sie auf den Tisch zurück und werden Teil des Alltags. Es entsteht ein Spannungsfeld zwischen Tradition und zeitgenössischer Gestaltung. Das Bestehende wird nicht konserviert, sondern aufgebrochen und weitergedacht, nicht als Verlust, sondern als Möglichkeit. Durch die Fragmentierung lösen sich die Teile von ihrer ursprünglichen Funktion, ohne ihre kulturelle Biografie zu verlieren und entwickeln in neuer Zusammensetzung eine eigenständige, gegenwärtige Identität.