Das Projekt ist als künstlerische Untersuchung angelegt, die ein fotografisches Tagebuch mit einer installativen Raumkonzeption verknüpft. Über 365 Tage hinweg werden Beobachtungen, Begegnungen und Bewegungen eines Jahres dokumentiert. Im Buch verbinden sich Fotografien mit persönlichen Kalendereinträgen in linearer Abfolge; aus mehreren täglichen Aufnahmen wird rückblickend jeweils ein Bild ausgewählt. In der Installation werden die Negative sämtlicher 365 Tage mittels mehrerer Diaprojektoren mit Rundmagazinen simultan in den Raum projiziert. Die Bilder wechseln kontinuierlich, sodass das Archiv als Ganzes erfahrbar wird. Buch und Projektion greifen ineinander und verbinden Ordnung mit räumlicher und zeitlicher Erfahrung.