Das Projekt untersucht Textil als Resonanzmedium im Spannungsfeld von Industrialisierung und Handwerk. Im Zentrum einer räumlichen Installation stehen die unterschiedlichen Logiken industrieller Produktion und handwerklicher Praxis. Ausgangspunkt sind aufgezeichnete Klänge industrieller Webmaschinen aus dem Textilwerk Bocholt, deren Rhythmus, Wiederholung und Abweichung Arbeit und Wahrnehmung prägen. Diese akustischen Strukturen werden in handgewebte Prozesse übertragen. Die Stoffbahnen machen Zeitlichkeit durch Struktur und Materialvariation sichtbar. Das Video macht Bewegung und Klang erlebbar, während das Buch textile Rhythmen sequenziell erschließt. Zusammen formen die Elemente eine Installation, in der Textil als Träger von Rhythmus sinnlich erfahrbar wird.