Absurdität bildet den Ausgangspunkt einer designtheoretischen Auseinandersetzung mit Schriftgestaltung. Im Zentrum steht die Untersuchung gestalterischer Prozesse und die Frage, wie ungewöhnliche Themen als Impulse für typografische Konzepte wirken können. Als alternativer methodischer Ansatz wird Absurdität durch gezielte Irritationen im Prozess und bewusste Überzeichnung erprobt. Zwei Schriftentwürfe zu den Themen Satanismus und Tennis dienen als Prototypen, in denen Symboliken, Rituale und Obsessionen gestalterisch verdichtet werden. In begleitenden Interviews reflektieren Schriftgestalter*innen ihre Arbeitsweisen und den Stellenwert von Absurdität innerhalb kreativer Praxis.