Das Projekt untersucht die Strukturen des Strafvollzugs und deren Einfluss auf die Resozialisierung Inhaftierter. Durch die räumliche Inszenierung dokumentarischer Fotografie und Videointerviews entsteht ein immersiver Erfahrungsraum. Die Fotografien basieren auf den räumlichen Gegebenheiten der Justizvollzugsanstalt Hamm. Aufgrund der fehlenden öffentlichen Zugänglichkeit bleiben diese Institutionen der gesellschaftlichen Wahrnehmung weitgehend entzogen; authentische Einblicke sind selten. Gespräche mit Inhaftierten und ehemals Inhaftierten, Vollzugsbeamt*innen, einem Lehrer und einem Psychiater eröffnen unterschiedliche Perspektiven und laden zur kritischen Reflexion über Resozialisierung im Spannungsfeld zwischen Anspruch und Realität ein.